KATWARN

Als erster Landkreis in Hessen hat am Montag der Schwalm-Eder-Kreis das vom Frauenhofer Institut entwickelte Warn- und Informationssystem »Katwarn« in Betrieb genommen. »Katwarn« informiert die Bevölkerung ab sofort beispielsweise über Schadenslagen oder Vorsichtsmaßnahmen bei einem größeren Unwetter oder der Verschmutzung des örtlichen Grundwassers. Über eine einfache SMS mit dem Stichwort KATWARN und der eigenen Postleitzahl kann sich jeder an dem System für den Preis einer SMS anmelden. Gewarnt wird dann kostenlos über eine SMS auf das eigene Handy oder eine Email, an eine vorher angegebene Adresse.

»Katwarn« ergänzt die vorhandenen Einrichtungen, die den Gefahrenabwehrzentren bisher zur Bevölkerungswarnung und –information zur Verfügung standen und auch weiterhin stehen. Die Informationen über Lautsprecherdurchsagen, Radio und Fernsehen bleiben erhalten. Die Katastrophenwarnung über die klassische Sirene im Ort funktioniert hingegen schon seit längerer Zeit nicht mehr.

Freiwillige Leistung des Kreises

Das System lässt sich der Kreis 15.000 Euro als Lizenzgebühr sowie 3.000 Euro jährlich für Updates und Instandhaltung kosten. Hinzu kommen noch sechs Cent pro versendeter SMS – im Falle einer Warnung. Die Serverkosten übernimmt die SV Sparkassenversicherung. Da die Warnung der Bevölkerung in Hessen kommunal geregelt ist, handelt es sich bei »Katwarn« um eine freiwillige Leistung des Landkreises.

Mehr als Katastrophenwarnung

Das System informiert die Bevölkerung bei Gefahrensituationen wie Unwettern, Entschärfung von Blingängern, Großunfällen und Bränden. Mit der Warnung verbunden sind auch Verhaltenshinweise. Aber auch ein Schulausfall oder die Verschmutzung von Trinkwasser sollen über das System kommuniziert werden.
Ausgegeben werden die Warnungen über die Zentrale Leitstelle in Homberg in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der betroffenen Kommune. Im System sind gewisse Stichwörter und Verhaltenshinweise bereits hinterlegt, die bei Bedarf durch den jeweiligen Leitstellendisponenten ergänzt und auch örtlich noch weiter eingegrenzt werden können.

Und so funktioniert`s:

Mit dem Handy eine neue SMS mit dem Empfänger 0163-7558842 anlegen, in das Textfeld KATWARN und die eigene Postleitzahl eingeben und abschicken

Beispiel: KATWARN 34613

Auch eine zusätzliche Warnung an eine Email-Adresse ist möglich

Dazu nach KATWARN und der Postleitzahl einfach die Email-Adresse mit angeben:

Beispiel: KATWARN 34613 mustermann@mustermail.de

Nach wenigen Sekunden kommt eine erste SMS von »Katwarn«, in der die Anmeldung bestätigt wird.

Ausschalten und abmelden ist mit KATWARN AUS an die Rufnummer 0163-7558842 jederzeit möglich.

Wie Landrat Frank-Martin Neupärtl am Montag versprach, soll die 1.000. Anmeldung mit einem kostenlosen Rauchmelder belohnt werden.

Text  Alexander Wittke, NH24.de

 

Weitere Informationen: www.katwarn.de