2010

Zirkeltraining für Rettungskräfte in Hann. Münden am 29.05.2010


Link Video von HNA

Auch in diesem Jahr nahmen wir wieder am Zirkeltraining für Rettungsdienst und Feuerwehr des DRK Kassel teil 13 Feuerwehrfrauen- und männer der Gemeinde machten sich mit dem LF 10/6 Lischeid und dem TSF-W Itzenhain gegen 6.00 Uhr auf den Weg nach Hann. Münden. Insgesamt standen 12 Ausbildungsstationen zur Verfügung. Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch gleich mit unserer ersten Station los.

Station 1
Verletze Person in Werkstattgrube
Nach Erkundung der beiden Gruppenführer Oliver Neuwirth und Steffen Schmitt stellt sich folgende Lage: Eine Person lag auf einer keinen Treppe in einer Werkstattgrube, darüber stand ein Wechselladercontainer voll mit Sand. Die Person ist mit der Hand zwischen die Kufen des Containers geraten als dieser sich absenkte, wodurch die rechte Hand amputiert wurde. Zur Betreuung der Person ging ein Feuerwehr Sanitäter mittels Steckleiter in die Grube. Eine weitere Einsatzkraft und der inzwischen eingetroffene Rettungsdienst  und Notarzt gingen ebenfalls zur Versorgung der Person mit in die Grube. Zum Wärmeerhalt der Person und zur Verbesserung der Lichtverhältnisse in der Grube wurde 2 500 W Strahler in der Grube aufgebaut.
Um für die Rettung mittels Spinebord genügend Platz zu haben wurden die in der Grube herumliegenden Hölzern etc. entfernt, sodass die Person aus der Grube gehoben werden konnte.
Eine weitere Aufgabe für uns bestand darin das Amputat, welches sich noch eingeklemmt unter dem Container befand, zu befreien. Mittels Spreizer wurde der  Container angehoben, unterbaut, gesichert und das dadurch freigewordene Amputat sofort dem Notarzt übergeben.









Station 2

Bei Ankunft stellte sich folgende Lage: Der bereits eingetroffene Rettungsdienst erklärte uns das aus dem Schlauchturm Hilferufe kamen. Leider gab es keinen ebenerdigen Zugangsweg sondern nur eine Fensteröffnung in ca. 8 mtr. Höhe und eine massive Verschlossene Tür im unterem Bereich. Wir stellten die 4 tlg. Steckleiter an und 1 Trupp, darunter eine Kameradin des First Responder Teams der Feuerwehr Gilserberg, ging über die Leiter in das Gebäude. Dort suchte der Trupp parallel die Person und versuchte von Innen die verschlossene Tür zu öffnen. Die Person wurde im 12. Stockwerk gefunden und gleich bereut. Um den Rettungsdienst über den Zustand von der Person zu informieren wurde eine Funkverbindung aufgebaut. Die Massive Tür konnte von Innen geöffnet werden, sodass der Rettungsdienst das Gebäude betreten konnte und zur Personen gelangen konnte. Die Ausrüstung des RD wurde von uns mit nach oben genommen. Nach Versorgung des RD und des inzwischen eingetroffenen Notarztes wurde die Person die einen Zuckerschock hatte mittels Rettungstuch die Stockwerke herunter getragen.







Station 3
Verkehrsunfall mit zwei PKW und 3 verletzen Personen. Durch den Aufprall wurden die beide Fahrzeuge in die Werra gerutscht. Im ersten PKW befand sich ein schwerverletztes Hochzeitspaar, dieser befand sich noch zu ¾ an Land. Im zweiten PKW befand sich eine leicht verletze Person, dieser PKW befand sich komplett im Wasser.
Außer uns wurden ebenfalls eine Gruppe der FFw Fuldatal, 3 RTW, 2 Notärzte und der OrgL Notarzt zur Einsatzstelle alarmiert.
Die Einsatzstelle wurde gleich in zwei Abschnitte eingeteilt. Die Sicherung des PKW im Wasser und die Rettung der leichtverletzten Person wurde von der FFw Fuldatal übernommen. Die Sicherung des zweiten PKW und Rettung des Hochzeitspaares wurde von uns übernommen. Beide Fahrzeuge wurden mittels Drahtseil und Feuerwehrleinen am LF 10/6 gesichert. Da bei dem Fahrer des zweiten PKW eine mögliche Verletzung der Halswirbelsäule und rapide abfallende Vitalfunktionen festgestellt wurden, entschied man sich in Absprache mit dem Notarzt zu einer Crashrettung. Durch die offene Fahrertür wurde der Fahrer auf ein Spinebord gezogen und nach Transport in den RTW dort weiter behandelt.
Die Beifahrerin wurde ebenfalls nach der ersten Versorgung durch die Fahrertür mittels Spinebord aus den Fahrzeug befreit.
Zugute kam bei diesem Einsatz, dass die Feuerwehr Fuldatal über Watthosen verfügte, die für die Einsatzkräfte ein trockenes Arbeiten ermöglichte.















Station 4
Gemeldet wurde ein Gebäudebrand mit mehreren vermissten Personen.
Bei Ankunft bot sich für uns folgende Lage: Im Aussenbereich befanden sich zwei Personen die bereits durch die Polizei verhaftet wurden. Aus dem unterem Kellerfester drang dichter Rauch. Durch die Meldung der Leitstelle lies der GF den Angrifftrupp bereits auf der Anfahrt mit PA ausrüsten und konnte so bei Ankunft direkt nach setzen des Verteilers mit der Personensuche in Gebäude beginnen. Der Wassertrupp baute die Wasserversorgung auf. Aufgrund der ständigen Zurufe der zwei verhafteten Personen wurden die vermissten Personen im Keller vermutet. Von der  inzwischen ebenfalls eingetroffene Feuerwehr aus Fuldatal wurde ein weiterer Trupp zur Personensuche in das Kellergeschoss geschickt. Dort wurde der Trupp auch fündig uns brachte die erste Personen ins Freie. Diese wurde dort gleich von einen Rettungsdienstteam und einem Notarzt übernommen. Bei der Suche nach weiteren Personen stieß der Trupp auf eine nicht alltäglichen, schaurigen Fund. In einem Raum standen brennende Kerzen, Okkulte Zeichen an den Wänden, laute Okkulte Musik und in der Mitte des Raumes ein Opfertisch mit einer darauf liegenden, gefesselten Person mit Schnittwunden am Unterarm und einer größeren im Bauchbereich. Aufgrund der schwere der Verletzungen musste die Person im Inneren des Gebäudes durch den Notarzt versorgt werden. Es wurde eine Abluftöffnung geschaffen und im Eingangsbereich ein Überdrucklüfter in Stellung gebracht. Das Absuchen im Erdgeschoss und im Dachgeschoss nach Personen blieb erfolglos.
Das schwierige an diesem Szenario was die physische Belastung des Angriffstrupps im Innenangriff.
















Station 5
Verunglückter Taucher in der Werra.
Ein Taucher erlitt während eines Tauchgangs in der Werra einen Schwächeanfall.
Der Melder wurde zur Betreuung der Person abgestellt. Da die Personen noch bedingt ansprechbar war entschied man sich als erstes Ihm eine Feuerwehrleine zuzuwerfen. Diese konnte er auch fassen und man zog Ihn an den Steg. Dort wurde er fast waagerecht aus dem Wasser gezogen um einen Bergetod zu vermeiden. Der RD befreite Ihn von der nassen Tauchkleidung und nach der ersten Versorgung durch den Notarzt wurde der stark unterkühlte Taucher gesichert auf dem Spinebord den Steg hinauf zu der Trage des Rettungsdienstes getragen. Dieses musste auch so waagerecht wie möglich erfolgen. Mittels Trage wurde er dann in den Vorgeheizten RTW weiter versorgt.
Während der gesamten Rettungsaktion wurden Schaulustigen mittels Sichtschutz den genauen Blick auf die verletze Personen verwehrt.














Station 6
Nicht ansprechbare Personen auf Baugerüst
Bei Ankunft teilte uns eine Personen aufgeregt mit, dass sein Arbeitskollege auf einem Gerüst zusammengebrochen war und kein Lebenszeichen von Ihm zu hören war.
Problem war die Höhe. Mit unserer 4 teiligen Steckleiter konnte wir von außen den obersten Gerüststock nicht erreichen. In dem Gerüstaufbau befanden sich aber pro Stockwerk eine Durchgangluke. So kamen wir mit einzelnen Leiterteilen Stock für Stock nach oben und konnte dem Rettungsdienst so Zugang zum Patienten verschaffen. Das benötigte Equipment für den Rettungsdienst wurde von uns mittels Feuerwehrleinen nach oben gezogen.  Die Personen erlitt einen Herzstillstand und musste auf dem Gerüst Reanimiert werden. Dabei wurde der Rettungsdienst von uns unterstützt. Ein großes Problem stellte allerdings der Patiententransport vom Gerüst hinab dar. Da keine Drehleiter zur Verfügung stand, entschied man sich die Personen mittels Schaufeltrage von Stockwerk zu Stockwerk zu transportieren.
Die Übung wurde aber wegen Zeitmangel an dieser Stelle angebrochen.










Nach jeder einzelnen Übung fand eine ausführliche Besprechung mit den Beobachtern statt, wo alles angesprochen, was man hätte besser machen können und was gut lief. An vielen Stationen wurden wir wegen unserem ruhigen, sachlichen und untereinander harmonierendem Arbeiten sehr gelobt.

Wir nehmen seit 2005 an diesem Zirkeltraining teil und freuen uns jedes Jahr aufs neue auf die Herausforderung an den einzelnen Stationen. Eine solch lehrreiche, realitätsnahe Ausbildung und Zusammenarbeit der einzelnen Rettungskräfte erhöht Jahr für Jahr das Wissen und  Erfahrung die man im Einsatzfall gezielt und mit Ruhe anwenden kann.
Wir bedanken uns auf diesem Weg bei der Feuerwehr der Stadt Hann. Münden und dem DRK Kassel für die Einladung.

 



21.03.2010 Übung mit der DRK Hundestaffel Schwalm-Eder


KatS Zug Gilserberg in Zusammenarbeit mit der Rettungshundestaffel des DRK

Am Sonntag, den 21. März 2010 fand eine gemeinsame Ausbildungsveranstaltung des KatS-Zuges Gilserberg mit der Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes auf dem Gelände des ehemaligen Munitionslagers in Rörshain statt. Am Tor des Geländes in Rörshain wurden wir von unserem Feuerwehrkameraden Thomas Gömpel, der Mitglied in der Hundestaffel ist begrüßt.

Nach einer kurzen Einführung über die Arbeit der Hundestaffel und Besonderheiten bei der Zusammenarbeit mit Rettungshunden durch Staffelführerin Bettina Weidemann, bekamen wir einen praktischen Einblick in die Suche mit Rettungshunden. Eine Person hatte sich auf dem Gelände versteckt, ein Hund mit seinem Hundeführer musste sie suchen, der Rest der Gruppe ging in angemessener Entfernung hinterher. Wichtig ist, das grundsätzlich bei einer Suche mit Hunden keine Personen vor dem Hund laufen. Er könnte dann iritiert werden.

Ein Rettungshund ist in der Regel immer nur einem Hundeführer, der auch der Besitzer ist, zugeordnet. Die Ausbildung zum Rettungshund sollte in der 12. Lebenswoche des Tieres beginnen und dauert bis zu 3 Jahre. Nach Abschluß der Ausbildung müssen Rettungshunde alle 18 Monate eine erneute Eignungsprüfung durchlaufen. Sie müssen eine sehr gute Kondition haben und sollten eine gewisse Mindestgröße aufweisen. Es gibt zwei Arten von Rettungshunden: Verbeller und Verweiser; Die größere Gruppe sind die Verbeller, sie suchen das Opfer und wenn sie es finden, bellen sie so lange, bis der Hundeführer zum Opfer kommt. Die Verweiser suchen das Opfer, laufen, wenn sie es gefunden haben, zurück zum Hunde-führer und führen ihn dann zum Opfer. Die Ausbildung zum Verweiser ist somit wesentlich anspruchsvoller, es gibt in Hessen auch nur 5 Rettungshunde, die zum Verweiser ausgebildet sind.  Trümmerhunde, die auf die Vermißtensuche in Trümmerfeldern spezialisiert sind, gibt es in Deutschland nicht so viele, da die entsprechenden Einsatzszenarien eher selten sind. Trümmerhunde waren zum Beispiel nach dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln im Einsatz, ein denkbares Einsatzszenario für Trümmerhunde wäre zum Beispiel auch das Zugunglück von Eschede.


Im Einsatz sind immer Hundeteams, bestehend aus einem Hund, dem Hundeführer und dem Helfer. Ein Hund kann ein Areal von ca. 3 Hektar (30.000 m2) absuchen und sollte nach einer Einsatzzeit von 20-30 Minuten eine Pause machen. Natürlich ist dies auch abhängig vom abzusuchenden Gelände.

Den Abschluß der Ausbildungsveranstaltung bildete eine gemeinsame Einsatzübung, bei der zwei vermisste Personen in einem nachgestellten Trümmerfeld von den Hunden gesucht und anschließend durch die Feuerwehr in Absprache und Zusammenarbeit mit den Hundeteams gerettet werden mussten. Eine Person war durch die Staffel der Feuerwehr mittels Kranken-trage von einem steilen Hügel hinabzubringen, die andere Person lag bewusstlos in einem engen Schacht. Die hier eingesetzte Staffel der Feuerwehr hatte also zunächst eine Schacht-rettung durchzuführen und die Person anschließend mit dem Tragetuch über das Trümmerfeld zu tragen, um sie dem Rettungsdienst zu übergeben.



16.03.2010   Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Marburg




Am Dienstag, den 16. März brachen 8 Kameradinnen und Kameraden zu einer Besichtigung der Feuerwehr Marburg Mitte auf. Organisiert wurde der Besuch von unserem Gruppenführer Steffen Schmitt, der mit dem Zugführer des 1. Zuges, Sven Brüske, befreundet ist. Nachdem Sven uns begrüßt hatte und kurze Erläuterungen zur FFw Marburg Mitte gegeben hatte, u.a. gibt es hauptamtliche Kräfte und von 62 aktiven sind ca. 40 % Studenten, machten wir einen Rundgang durch die Fahrzeughalle. Die Feuerwehr Marburg verfügt neben ELW, Kdow und MTFs über ein HTLF, eine DLK 23/12, ein LF16/12, einen Rüstwagen mit Kran, ein Großtank-löschfahrzeug, einen Wechsellader mit AB Atemschutz/Strahlenschutz und AB Schlauch und einem Anhänger mit einer Pulver-Löschanlage auch noch über Spezialfahrzeug, eine Art TSF-W mit Beladung unter anderem für Tierrettungen, welches zu Kleineinsätzen fährt. Sven erläuterte uns die Besonderheiten der einzelnen Fahrzeuge und am Ende des Rundgangs durfte Andrea in einen Spezialanzug für Wasserrettungen schlüpfen. Danach besichtigten wir die Leitstelle Marburg-Biedenkopf, die noch im selben Gebäude untergebracht ist, aber ab 01. April im neuen Gefahrenabwehrzentrum in Marburg Cappel sein wird. Die Leitstelle ist rund um die Uhr mit zwei Disponenten besetzt, tagsüber sogar mit drei. Einer der Disponenten erläuterte uns die Funktionen der Leitstelle und simulierte sogar die Abarbeitung eines Notrufes.

Der Abend endete mit einem Erfahrungsaustausch im Florianstübchen, nicht ohne das zuvor noch jeder die berühmte Hakenleiter aus dem Fragebogen mal in echt gesehen hatte.







06.03.2010  Atemschutzunterweisung FFw Gilserberg


Am Samstag, den 06. März 2010 fand im Feuerwehrhaus Gilserberg von 15.00 bis 17.30 Uhr die Atemschutzunterweisung für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren der Gemeinde Gilserberg statt. Diese Unterweisung ist Teil der vorgeschriebenen Fortbildung der Geräte-träger und muß einmal jährlich durchgeführt werden.

Insgesamt verfügen die Feuerwehren der Gemeinde Gilserberg über 48 Atemschutzgeräte-träger, 25 davon trafen sich an diesem recht winterlichen Samstag nachmittag zu einer abwechslungsreichen Ausbildung an drei Stationen, aufgeteilt in drei Gruppen.

Station 1 fand im warmen Feuerwehrhaus statt, hier wurde von Steffen Schmitt auf die Einsatzgrundsätze und die Gefahren für den Geräteträger eingegangen. An Station 2 galt es, nach Anweisung eines Kameraden der Feuerwehr Schwalmstadt, einen Raum systematisch unter Atemschutz mit der Wärmebildkamera abzusuchen. Station 3 wurde von Oliver Neuwirth betreut; hier wurden zunächst die unterschiedlichen Gerätetypen, die wir in der Gemeinde haben, vorgestellt und aufgezogen. Danach wurde das richtige Anlegen der Atemschutzmaske und der Feuerschutzkleidung geübt.